Aufbau der Story Line

Wenn wir uns nochmal das Paradigma zu Gemüte führen, dann können wir folgende Dinge feststellen:

Es gibt den ersten Akt, den Anfang, den zweiten Akt, den Mittelteil und den 3. Akt, das Ende. Das Drehbuch beginnt mit der Eröffnungsszene und endet mit dem 1. Plot Point. Die Mitte reicht dann vom Ende des 1. Plot Points bis zum Anfang des 2. Plot Points und das Ende bildet die Handlung ab dem 2. Plot Point bis zum Schluss.

Wie schreibt man aber jetzt ein Drehbuch? Wie baut meine eine funktionierende Story Line auf?

Die grundlegende Struktur kann man einfach mit Karteikarten veranschaulichen. Der Vorteil liegt auf der Hand, so kann man einfach die Karten vertauschen und umherschieben. Wir schreiben auf jede Karte jeweils eine Szene oder eine Sequenz die passieren soll. So können wir den groben Handlungsablauf veranschaulichen bevor wir zu schreiben beginnen. Dabei hat sich herausgestellt, dass 14 Karten für jeweils 30 Seiten Drehbuch perfekt sind.

Dabei gilt allerdings, dass die Karteikarten nur den Aufbau des Drehbuchs visualisieren können. Nur im Aufbau der Geschichte ist eine Karteikarte eine Szene im Drehbuch. Beim Schreiben wird sich dann herausstellen, ob diese Karte in einer Szene erzählt werden kann, oder ob daraus eine größere Sequenz entstehen muss. Wir müssen an unsere Geschichte fragen stellen um Antworten zu bekommen. Die Geschichte bestimmt wie wir vorgehen müssen.

Wenn wir die Karten geschrieben haben müssen wir uns ausgiebig mit ihnen beschäftigen. Wir müssen Karten herumschieben, neu sortieren und uns die Abfolge der Handlung verinnerlichen. Das schlimmste was uns als Autor passieren kann ist, dass wir mitten im Schreibprozess sind und irgendwann nicht mehr wissen wie es weiter gehen soll. Ab diesem Zeitpunkt wirkt die Geschichte konstruiert und unlogisch. Daher ist dieses Vorgehen enorm wichtig. Wir legen zuerst den Aufbau fest und wenn wir diesen verinnerlicht haben können wir mit dem Schreiben beginnen.

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